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Sucht ihr noch ein Buch für die Sommerferien? (Frau von Schütz)

17
Jun

Sucht ihr noch ein Buch für die Sommerferien? (Frau von Schütz)

Hier die Buch- und Filmempfehlung der Klasse 7013:

Auerhaus: Roman (Bov Bjerg, 2015) und Film (Neele Leana Vollmar, 2019)

Auf dem Lehrplan im 2. Halbjahr der 11. Klasse: ein Roman, ein Film und viele Fragen! Was bedeutet der Buch- und Filmtitel „Auerhaus“? Schaffen die beiden WG-Gründer Frieder und Höppner das Abitur? Warum hat Frieder versucht sich umzubringen und wird er am Ende doch noch Suizid begehen? Was wird aus Höppner, Vera und den anderen Jugendlichen der Auerhaus-WG? Dann nach der intensiven Lektüre des Romans die nächste Frage: Wird die Geschichte der 6er-WG in der Romanverfilmung überzeugend dargestellt? Die Antwort darauf lest ihr in den Filmkritiken der Klasse 7013 (alle Texte gekürzt):

Alison:

Mein erster Eindruck war sehr positiv, weil der Handlungsort genau so ausgesehen hat, wie es im Buch beschrieben wurde. Der Film zeigt zwar nicht alle Handlungen aus dem Buch, aber er zeigt uns, worum es im Auerhaus wirklich geht: die Freundschaft.

Besmlh:

Das Thema des Films ist, dass eine Gruppe von Jugendlichen nicht den normalen Weg des Lebens gehen will. Damit ist gemeint, dass sie das machen wollen, worauf sie Lust haben. Am Film hat mir besonders gefallen, dass Frieder am Ende einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, in dem er Höppner noch Tipps gibt. Am wenigsten gefallen hat mir, dass die Freundesgruppe nicht so eine Einheit bildet und zusammenhält wie im Buch. Ich würde eher das Buch empfehlen als den Film, weil man durchs Lesen sich alles bildlich vorstellen konnte und das macht ein gutes Buch aus.

Dukagjin:

Das gemeinsame Leben im alten Bauernhaus von Frieders verstorbenem Opa gibt den Jugendlichen eine Wärme, die sie in ihrer Familie nicht haben. Sie kochen zusammen, spielen Badminton, fahren mit dem Rad zur Schule und haben ein Auge auf Frieder, der Suizid begehen will. Es ist ein Leben voller Freiheit, aber gleichzeitig voller Verantwortung, vor allem für Höppner, gespielt von Damian Hardung, der sich in vielen Gesprächen mit Frieder mit der Frage auseinandersetzt, warum dieser sich das Leben nehmen will. Die WG-Bewohner sind ganz verschieden und richtige Freunde. Ich fand Vera (Luna Wedler) am interessantesten, denn sie ist stur, aber gleichzeitig versucht sie, die Dinge zu verstehen. Sie ist ein Bad Girl und von Liebe hält sie nicht viel. Toll finde ich die Entwicklung im Film und dass die Mutter von Höppner in einer Szene mit ihm über das Thema Depressionen spricht.

Kristina:

Die Romanverfilmung „Auerhaus“ spielt in einem kleinen Dorf in Süddeutschland in den 1980er Jahren. Die Hauptfiguren sind die zwei besten Freunde Höppner und Frieder. Höppner gründet eine WG mit Frieder und noch zwei anderen Mädchen, um auf Frieder aufzupassen, der Depressionen hat.

Mein erster Eindruck war, dass die Schauspieler im Film anders aussehen als die Figuren im Buch. Meiner Meinung nach sollte man Schauspieler aussuchen, die mehr Ähnlichkeit mit den Figuren im Buch haben. Es hat mir auch nicht gefallen, dass wichtige Szenen aus dem Buch ausgelassen wurden, z.B. als Höppner betrunken in der Kälte war und gestorben wäre, wenn Frieder ihn nicht gerettet hätte. Der Film ist an sich nicht so schlecht, aber meiner Meinung nach ist das Buch besser, da im Buch mehr passiert und man sich alles vorstellen kann, wie man will.

Timo:

Die Hauptcharaktere werden sehr gut dargestellt von den Schauspielern. Höppner (Damian Hardung) merkt man z.B. gut an, dass er wie auch im Buch ein zurückhaltender Mensch ist, aber in den entscheidenden Szenen zeigt er sehr stark und offen seine Gefühle, wie z.B. bei dem Betrug durch Vera, und am Ende, wo er sowohl mental als auch psychisch gebrochen ist. Auch Frieder (Max von der Groeben) wird sehr gut gespielt und ist wie im Buch: offen, energiegeladen, mutig und risikobereit, denn er hat keine Angst vor dem Tod und auch keine Angst vor dem Klauen.

Ja, der Film ist empfehlenswert, aber wenn man eine sehr detaillierte und spannende Fassung haben möchte, sollte man lieber das Buch lesen. Der Film ist für Leute, die gerne Filmdramen und Liebesfilme schauen.

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